Die Deut­sche Gesell­schaft für Rheu­ma­to­lo­gie (DGRh) hat neue Emp­feh­lun­gen zu COVID-19 bei Pati­en­ten mit rheu­ma­ti­schen Erkran­kun­gen her­aus­ge­ge­ben. Die­se sind das Resul­tat einer sehr inten­si­ven Lite­ra­tur­re­cher­che wis­sen­schaft­li­cher Ver­öf­fent­li­chung und Bewer­tung aller Evi­denz bis zum Zeit­punkt 15.6. 2020.  Die neu­en Emp­feh­lun­gen wur­den in meh­re­ren Tele­fon­kon­fe­ren­zen Anfang Juli 2o20 mit bis zu 15 Ärz­ten und Wis­sen­schaft­lern der DGRh erar­bei­tet. Als Mit­glied der Kom­mis­si­on Phar­ma­ko­the­ra­pie der DGRh ist Prof. Fiehn einer der Ko-Autoren.

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https://dgrh.de/Start/Publikationen/Empfehlungen/Therapie-bei-besonderen-Situationen/Empfehlungen‑w%C3%A4hrend-der-SARS-CoV-2-Covid-19-Pandemie0.html

Zusam­men­ge­fasst haben sich die in der ers­ten Stel­lung­nah­me vom März 2020 dar­ge­stell­ten Ein­schät­zun­gen bestä­tigt, dass Pati­en­ten mit rheu­ma­ti­sche Erkran­kun­gen, auch wenn sie The­ra­pien mit DMARD, Bio­lo­gi­ka oder JAK-Inhi­bi­to­ren erhal­ten, kein gene­rell erhöh­tes Risi­ko haben. Weder die Wahr­schein­lich­keit COVID-19 zu bekom­men, noch einen schwe­ren Ver­lauf von COVID-19 zu erlei­den, sind nach­weis­lich erhöht.  Dies bele­gen inzwi­schen eine Viel­zahl von wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen. Trotz­dem ist ist natür­lich wei­ter Vor­sicht und das Ein­hal­ten der Emp­feh­lun­gen des RKI not­wen­dig. Eine Aus­nah­me neh­men Pati­en­ten ein wel­che Dosen von Predn­iso­lon (“Cor­ti­son”) von mehr als 10mg/​d über län­ge­re Zeit bekom­men. Bei die­sen Pati­en­ten ist das Risi­ko erhöht.

Die Hoff­nun­gen, dass das anti­rheu­ma­ti­sche Medi­ka­ment Hydro­xychlo­ro­quin einen Schutz gegen die SARS-CoV-2-Infek­ti­on ver­mit­telt haben sich nicht bestä­tigt. In den neu­en Emp­feh­lun­gen wer­den sehr detail­lier­te Rat­schlä­ge zum Umgang mit der anti­rheu­ma­ti­schen Medi­ka­ti­on im Fall des Ver­dachts oder der gesi­cher­ten Coro­na­vi­rus-Infek­ti­on gege­ben.